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Gedanken zum Sonntag Kantate, den 02.05.21

Lied:                          EG 499,1+2                            Erd und Himmel sollen singen

Votum:          Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen!

Psalm 98       gleichzeitig biblische Grundlage für die Andacht              

1          Singet dem HERRN ein neues Lied,

denn er tut Wunder.

Er schafft Heil mit seiner Rechten

und mit seinem heiligen Arm.

2          Der HERR lässt sein Heil verkündigen;

vor den Völkern macht er seine Gerechtigkeit offenbar.

3          Er gedenkt an seine Gnade und Treue für das Haus Israel,

aller Welt Enden sehen das Heil unsres Gottes.

4          Jauchzet dem HERRN, alle Welt,

singet, rühmet und lobet!

5          Lobet den HERRN mit Harfen,

mit Harfen und mit Saitenspiel!

6                      Mit Trompeten und Posaunen

jauchzet vor dem HERRN, dem König!

7          Das Meer brause und was darinnen ist,

der Erdkreis und die darauf wohnen.

8          Die Ströme sollen in die Hände klatschen,

und alle Berge seien fröhlich (9) vor dem HERRN;

denn er kommt, das Erdreich zu richten.

Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit

und die Völker, wie es recht ist.

Gloria patri:              EG 177.2                                Ehr‘ sei dem Vater und dem Sohn    

Gebet:                       

Vater   Du hast die Welt erschaffen willst das Leben erhalten und bewahren.

Jesus   Du bist unser Bruder geworden hast uns herausgerissen aus Gottesferne und Tod.

Heiliger Geist,             Du führst Menschen zusammen, lässt Gemeinschaft entstehen

Dafür Gott,                 Lass Dir unsern Dank gefallen.                   Amen!

Andacht:

Geht es Ihnen auch so? Wenn ich jetzt aufwache und hör‘ die Vögel draußen zwitschern, beginnt mein Tag irgendwie besser. Ihr „Morgenlied“ stimmt mich auf den neuen Tag ein.:

„Steh auf, es gibt was zu tun!“ Na dann! Raus aus dem warmen Bett, „ein neuer Tag beginnt, und ich freu mich“. Bald verfliegt dieses Gefühl - harte Realität kehrt ein: Da hör ich weder die Vögel noch andre Menschen singen- Schade eigentlich! Ich erinnere mich aber an Abendszenen, wo Mütter oder Väter ihren Kindern ein „Gute-Nacht-Lied“ singen, die damit ruhig einschlafen, an „Gute Nacht Freunde..“ das Lied von Rainhard Mai oder an „Mein Freund der Baum..“ Lieder, die sich eingeprägt haben, in unseren Erinnerungen, die erbunden sind mit Gefühlen, mit Menschen, Texten und Melodien, die Gedanken angestoßen haben, manchmal für ganze Generationen. Auf einmal schlagen immer mehr Lieder in mir auf: „Bolle reiste jüngst zu Pfingsten..“ „Die Affen rasen durch den Wald..“- Jungscharlieder aus der Mundorgel, am Lagerfeuer, beim CVJM wie auch: “Lass mich an dich glauben, wie Abraham es tat, was kann dem geschehen, der solchen Glauben hat…“ Und dann - als Student in Heidelberg: „Unter dem Pflaster, ja da liegt der Strand, komm und reis auch Du ein paar Steine aus dem Sand“- ein Lied der 68-er Bewegung. Und schließlich „unsre Schlager“: „Von guten Mächten..! oder „Ist Gott für mich so trete, gleich alles wider mich!“ Lieder begleiten uns anscheinend doch viel intensiver, als wir es zunächst denken. Lieder die beruhigen, die Spaß machen, die man ganze leise vorgesungen bekommt, die man mit andern herausgrölt, die Anliegen in die Welt schreien. Lieder begleiten unser Leben. Cantate! Sing, singt mit!

Lied:                          EG 302, 1+3                          Du meine Seele singe

Ja, auch Ihm kann ich singen, dem der all das, was um mich herum ist, gemacht hat, der wohl auch wollte, dass meine Eltern, meine Geschwister, meine Freunde leben, der mit mir/mit uns geht. Ja, auch ihm kann ich singen, Dank-sagen, für das all das Gute, das ich erlebe.

Lied:                          EG 302, 5-7                            Er weiß viel tausend Weisen,

Er geht mit mir, mit uns, auch in Zeiten, die nicht so prall, so toll sind, die mich und andere belasten, bedrücken, hier und auch an anderen Stellen der Welt. Ja ich kann singen: „Aus tiefer Not schrei ich zu dir, Herr Gott erhör mein Flehen..“ wenn es meinen Lieben, wenn es mir schlecht geht… „Herr bleibe bei mir..“, wenn ich Angst habe..

Oder wenn ich ruhiger werde: „La tenebre ne pas tenebre devant toi“: „die Finsternis ist nicht finster bei dir“ oder sogar, wenn er mir hilft: „Ubi caritas“ -wenn ich herauskomme aus finsterm Tal, wenn ich Großartiges erlebe:

Lied:                          EG 272                                   Ich lobe meinen Gott

Ja, singen tut mir gut, ich kann das, was in mir ist, loswerden, meinen Gefühlen freien Lauf lassen, alleine für mich, in Gemeinschaft mit anderen, werde ruhiger, froh, tanke Kraft und Mut, trage andere, kann sie mitreißen, ja, herausreißen. Das kann jede und jeder von uns!

Hell- oder dunkelhäutig, Atheist oder Gläubige, Jüdin, Christ oder Moslema.

Doch als Gläubige vertrauen wir auf ein Gegenüber, das uns hört, das zu uns steht, mit uns geht, uns Gutes verheißt     und tut! Deshalb folg‘ ich gern dem Ruf: Cantate! Sing – Nein: singt! Denn Cantate wendet sich nicht an einen, sondern viele. Miteinander singen tut gut: Gemeinschaft erfahren, Geborgenheit, F reude, Kraft, Zuversicht.

Und wenn wir Ihn in unsere Lieder einbeziehen – Er hört zu. und antwortet.      Amen

Lied:                          EG 324,1+3++8+16+13            Ich singe Dir mit Herz und Mund

Gebet Gott, dank für Musik, die uns froh macht. Auch denken wir an Deine Treue, die alle Morgen neu ist, an Deine Liebe ohne Grenzen. Auch in den Tagen der Not und der Anfechtung, der Hoffnungslosigkeit und des Schmerzes bist Du bei uns. Dankbar für deine Gnade und Barmherzigkeit singen wir dein Lob.

In der Stille denken wir an Menschen, denen Leid und Sorge den Mund verschlossen haben;

die an Missklängen des Lebens leiden.

Stille

Segne, die uns mit Musik erfreuen. Lass uns selbst eintreten in das Gespräch mit Dir

Ob in Worten gedacht, gestammelt, herausgeschrien,

ruhig gebetet, leise oder laut gesungen, allein oder mit andern.

Löse Du unsere Zungen, dass wir herauslassen, was uns umtreibt, ob wir trauern, Angst und Wut haben, hoffnungslos sind, oder jubilieren, Freude teilen, alle Welt umarmen wollen

Klage, Verzweiflung wie auch Dank und Lob dürfen wir vor Dich bringen. - Du hörst und antwortest. In dieser Zuversicht singen und beten wir, als Deine Kinder:

Vater Unser

Wochenspruch          Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder. (Ps 98, 1)

Segen                         Der Herr segne dich und behüte dich,

der Herr lasse Sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig

der Herr erhebe Sein Angesicht auf dich und schenke dir Frieden. Amen!

Lied:                          EG 499, 1                               Erd und Himmel sollen singen

 

Pfr. Michael Köhl, Ludwigshafen-Süd

 

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